Iran: Über 3.000 Demonstranten getötet – Krankenhäuser überfüllt, darunter auch Kinder


13. Januar 2026

Die Proteste gegen das Regime in Iran dauern an, und Menschenrechtsorganisationen berichten von über 3.000 getöteten Demonstranten im ganzen Land, darunter auch Kinder im Alter von 14 bis 15 Jahren. Mehr als 10.000 Menschen wurden wegen ihrer Teilnahme an den Freiheitsprotesten festgenommen. Viele Opfer waren zwischen 20 und 25 Jahre alt.

Medizinisches Personal berichtet, dass die Krankenhäuser überfüllt sind. Verletzte mit Schusswunden von scharfer Munition und Schrot wurden behandelt. Rettungskräfte berichteten von direkten Schüssen auf Kopf und Herz der Demonstrierenden. Krankenhausangestellte beschrieben „sehr schreckliche Szenen“: Aufgrund der großen Zahl an Toten und Verletzten konnten Wiederbelebungsmaßnahmen oft nicht durchgeführt werden. In den Leichenhallen herrschte Platzmangel, und die Leichen wurden zunächst übereinander und später sogar im Gebetsraum gestapelt.

Neue Videoaufnahmen, verifiziert von AFP, zeigen erschütternde Szenen aus Leichenhallen in Süd-Teheran, in denen verzweifelte Familien nach ihren vermissten Angehörigen suchen. Viele der Leichen liegen in schwarzen Säcken, teilweise auch außerhalb der Gebäude auf der Straße.

Menschenrechtsorganisationen bezeichnen die Gewalt als Massaker und Verbrechen gegen die Menschlichkeit und fordern internationale Strafverfolgung der Verantwortlichen.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Gewalt scharf und rief die iranischen Behörden zu größtmöglicher Zurückhaltung auf. Er betonte, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit uneingeschränkt respektiert werden müsse und forderte zudem die Aufhebung der Internetsperre im Iran.

About the Author

You may also like these