Hinrichtung von vier politischen Gefangenen in Iran – neue Welle der Repression und wachsende Menschenrechtsbedenken

1 April 2026

Im Rahmen der zunehmenden Repressionen und Hinrichtungen in Iran wurden an aufeinanderfolgenden Tagen vier politische Gefangene, Mitglieder der Widerstandsbewegung, im Qezel-Hessar-Gefängnis in Karad hingerichtet. Diese Maßnahmen haben scharfe Reaktionen von Menschenrechtsorganisationen ausgelöst und die Besorgnis über den Beginn einer neuen Welle staatlicher Unterdrückung verstärkt.

Am 30. März 2026 wurden Mohammad Taghavi Sangdehi und Akbar Daneshvar, Bauingenieur, hingerichtet. Kurz darauf folgten Pouya Ghobadi, 33-jähriger Elektroingenieur, und Babak Alipour, 34-jähriger Jurist, in derselben Haftanstalt. Diese Hinrichtungen erfolgten in engem zeitlichem Abstand zu vorherigen Todesurteilen und verdeutlichen die beschleunigte Umsetzung der Todesstrafe gegen politische Gefangene.

Diese Personen wurden zum Tode verurteilt, obwohl ihr Gerichtsverfahren ernsthafte Mängel aufwies, darunter fehlender Zugang zu Anwälten, Druck durch Sicherheitskräfte und mögliche erzwungene Geständnisse. Solche Praktiken wurden wiederholt von internationalen Institutionen als Verletzung fairer Gerichtsverfahren kritisiert.

Verschärfte Repression im Schatten von Krisen
Die Hinrichtungen erfolgen in einer Zeit, in der Iran mit zahlreichen internen und externen Krisen konfrontiert ist. Die Regierung setzt die Todesstrafe insbesondere gegen politische Gegner systematisch ein, um Angst zu verbreiten, soziale Unzufriedenheit zu unterdrücken und jede Form von Proteststimme zu ersticken.

Besorgnis über die Fortsetzung und Ausweitung der Hinrichtungen
Wir warnen, dass Dutzende weiterer politischer Gefangener, darunter Jugendliche und sogar Minderjährige unter 18 Jahren, weiterhin der Todesstrafe ausgesetzt sind. Diese Entwicklung verstärkt die Befürchtung einer Wiederholung der umfassenden Unterdrückungsmuster früherer Jahrzehnte.

Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Hinrichtungen im Iran zu stoppen.

Dazu gehören gezielter internationaler Druck, Sanktionen gegen Verantwortliche und rechtliche Verfolgung derjenigen, die an diesen Hinrichtungen beteiligt sind.

Darüber hinaus appellieren wir an internationale Organisationen, die Situation politischer Gefangener im Iran streng zu überwachen, um Wiederholungen solcher Fälle zu verhindern.

Die Hinrichtung dieser vier politischen Gefangenen rückt erneut die Nutzung der Todesstrafe als Instrument der Unterdrückung in den Fokus und unterstreicht die dringende Notwendigkeit, das Leben gefährdeter Gefangener zu schützen.

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