24. August 2026
Aufgrund der extrem schlechten hygienischen Zustände im Fardis-Gefängnis in Karadsch, die durch das Überlaufen des Abwassers im Hof von Halle 1 verursacht wurden, sind die weiblichen Gefangenen dem Risiko verschiedenster Infektionskrankheiten ausgesetzt. Trotz der Sommerhitze und der durch diese Vernachlässigung entstandenen Krankheiten verweigern die Aufseher den erkrankten Frauen jegliche medizinische Versorgung und Behandlung.
Das Ziel des unterdrückerischen Regimes in Iran mit der Schaffung dieser katastrophalen, menschenunwürdigen Lage und den daraus resultierenden Krankheiten ist Folter und zusätzlicher Druck, um den Widerstand der Gefangenen zu brechen. Dies gilt umso mehr, als in Halle 1 neben Gefangenen von Allgemeindelikten auch eine Reihe politischer Gefangener wie Masoomeh Senobari, Atefeh Hassani und Fatemeh Nadi Dastgerdi einsitzen.
Trotz wiederholter und kollektiver Proteste der Gefangenen gegen diese kritische Lage haben der Gefängnisleiter und andere unterdrückerische Kräfte der Haftanstalt keinerlei Maßnahmen für notwendige Reparaturen ergriffen. Sie behaupten sogar dreist, es gäbe einen Mangel an Finanzmitteln, und machen jede Beseitigung der Umweltverschmutzung von möglichen Spenden von Wohltätern abhängig. Diese vorsätzliche Tatenlosigkeit ist Teil der kriminellen Politik des iranischen Regimes, den Gefangenen einen langsamen Tod aufzuzwingen.