10. April 2026
Die politische Gefangene Maryam Akbari Monfared wurde nach fast 17 Jahren Haft – ohne einen einzigen Tag Hafturlaub – am 8. April 2026 aus dem Gefängnis Gharchak in Varamin entlassen.
Der Grund für ihre Inhaftierung war ihr unermüdliches Streben nach Gerechtigkeit für ihre vier Geschwister. Ihre Schwester Roghieh Akbari Monfared, Mutter eines kleinen Kindes, gehörte zu den politischen Gefangenen, die im Sommer 1988 hingerichtet wurden.

Ein Regenbogen der Hoffnung
Während ihrer gesamten Haftzeit war Maryam Akbari Monfared eine Quelle der Inspiration für andere Gefangene. Mit einem von Menschlichkeit geprägten Herzen wurde sie – wie die ehemalige politische Gefangene Atena Farghadani es beschrieb – zu einem „Regenbogen der Hoffnung“ für viele. Um ihren Einfluss einzudämmen, wurde sie von anderen Gefangenen isoliert und in das Gefängnis von Semnan verlegt.
Trotz zahlreicher gesundheitlicher Probleme wurde ihr nicht nur der Zugang zu medizinischer Versorgung und Hafturlaub verweigert, sondern sie blieb auch nach Verbüßung ihrer 15-jährigen Haftstrafe aufgrund neuer Anschuldigungen weiterhin inhaftiert.
Dennoch widerstand sie, durchschritt die Dunkelheit und wurde zu einem Vorbild für mutige und widerständige Frauen im Iran. Heute steht sie an der Seite ihrer Töchter und feiert einen bedeutenden Tag voller Hoffnung und Freude.
In der Hoffnung auf die Freiheit aller politischen Gefangenen – und auf Freiheit für den Iran.