29.September 2026
Maya Sato erklärte am Montag, dem 28. September 2026, in einer auf dem sozialen Netzwerk X veröffentlichten Mitteilung:
„Zwei Jahre sind vergangen, seit ich mein Mandat als Sonderberichterstatterin für die Menschenrechte im Iran übernommen habe. Von Beginn an habe ich die Anwendung der Todesstrafe im Iran aufmerksam verfolgt. Heute ist die Notwendigkeit eines gesetzlichen Moratoriums für Hinrichtungen bis zur vollständigen Abschaffung der Todesstrafe dringender denn je.“
Sato kündigte an, ab dem 29. September bis zum 10. Oktober 2026, dem Welttag gegen die Todesstrafe, täglich über Fälle im Zusammenhang mit der Todesstrafe zu informieren, die sie bei den iranischen Behörden zur Sprache gebracht hat.
Nach Angaben Satos betreffen diese Fälle überwiegend Menschen, denen unmittelbar die Hinrichtung droht. In vielen Fällen seien sie nach Verfahren zum Tode verurteilt worden, die weit von den internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren entfernt seien.
Unter den Betroffenen befinden sich demnach Menschen, die im Zusammenhang mit Protesten festgenommen wurden, Personen, die wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt wurden, sowie Menschen, gegen die ein Todesurteil wegen Qisas (Vergeltungsstrafe) verhängt wurde.