Volker Türk warnt vor zunehmenden politischen Hinrichtungen im Iran

08.09.2026

Genf – Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, hat vor einer zunehmenden Welle politischer Hinrichtungen im Iran gewarnt. In seiner Eröffnungsrede auf der 62. Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf äußerte er zudem große Sorge über die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran.

„Im Iran nutzen die staatlichen Behörden den Krieg als Vorwand, um ihre brutale Unterdrückung fortzusetzen und weiter zu verschärfen“, erklärte Türk.

Seit März 2026 seien 59 Menschen wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit hingerichtet worden. Damit sei die Zahl bereits höher als die Zahl der Menschen, die im gesamten Jahr 2025 wegen entsprechender Vorwürfe hingerichtet wurden.

Türk zeigte sich außerdem besorgt über die Wiederaufnahme der Angriffe zwischen den USA und dem Iran, deren Auswirkungen die gesamte Golfregion beträfen. Besonders beunruhigend seien Berichte über getötete und verletzte Zivilpersonen, darunter auch bei einer Hochzeit in der iranischen Provinz Hormozgan.

„Die geopolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser vollständig vermeidbaren Krise sind erneut weltweit spürbar“, sagte Türk. Er forderte eine sofortige Rückkehr zu Verhandlungen.

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