UN-Untersuchungsmission: Folter und Massenverhaftungen im Iran

19.September 2026

Aufstand im Dezember 2025

Die unabhängige internationale UN-Untersuchungsmission für Iran erklärte in ihrem jüngsten Bericht, dass zahlreiche schwere Menschenrechtsverletzungen im Iran den Tatbestand von Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfüllen.

In dem Bericht heißt es, dass die Menschen im Iran zwischen der zunehmenden Repression und Gewalt durch die Regierung sowie den bewaffneten Auseinandersetzungen und der durch die Konflikte zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel verursachten Unsicherheit gefangen seien.

Die Untersuchungsmission äußerte ihr Bedauern über die mangelnde Zusammenarbeit der iranischen Regierung, die landesweite Abschaltung des Internets und die erheblichen Einschränkungen der Kommunikation.

Im Hinblick auf die Tötung von Demonstranten berichtet die Mission, dass Sicherheitskräfte in allen 31 Provinzen in einem erschütternden und beispiellosen Ausmaß Menschen getötet hätten. Die Städte Teheran, Karadsch, Maschhad, Isfahan und Rascht verzeichneten demnach die höchsten Opferzahlen.

Anfang Februar einigte sich die Regierung Berichten zufolge auf eine offizielle Zahl von 3.038 Todesopfern. Zudem wurde von 25.000 Verletzten berichtet, von denen mehr als 50 Prozent operiert werden mussten.

Die Untersuchungsmission erklärte außerdem, dass es zu massenhaften Festnahmen gekommen sei. Mehr als 10.000 Menschen wurden vorgeladen und Tausende festgenommen. Glaubwürdige Berichte weisen auf Folter, Einzelhaft, die Vorenthaltung von Medikamenten sowie langwierige Verhöre ohne Anwesenheit eines Rechtsbeistands hin.

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