Iran inmitten des Krieges: Drohende Massenhinrichtungen

06. März 2026

Inmitten der Bombardierungen sind die politischen Gefangenen im Iran mehr denn je in Lebensgefahr. Menschenrechtler warnen vor möglichen Massakern in den Gefängnissen des Regimes. Dass das Mullah-Regime Gefangene unter solchen Umständen weiterhin in Haft hält, stellt ein doppeltes Verbrechen dar. Die internationale Gemeinschaft muss dringend handeln, um das Leben derjenigen zu retten, die wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte in akuter Gefahr sind.

Politische Gefangene in akuter Lebensgefahr

Seit Beginn des Krieges hat die Teheraner Diktatur die Unterdrückung der Bevölkerung weiter verschärft. Die Revolutionsgarde droht allen, die gegen das Regime protestieren, mit schweren Strafen. Zudem gibt es Berichte, dass politische Gefangene unter Gewalt in militärische Einrichtungen gebracht werden sollen, um sie dort als menschliche Schutzschilde gegen mögliche Luftangriffe zu missbrauchen.

Todesurteile gegen Demonstranten

Nach den Protesten im Januar wurden im ganzen Iran tausende Männer, Frauen und Jugendliche festgenommen. Berichten zufolge hat die Regimejustiz begonnen, in Schnellverfahren Todesurteile gegen einige der Inhaftierten zu verhängen. Diese Urteile beruhen häufig auf erzwungenen „Geständnissen“, die unter Folter erlangt wurden. Unter den Gefangenen, die von der Hinrichtung bedroht sind, befinden sich auch Minderjährige.

Beispiel eines Betroffenen

Zu den Demonstranten, denen die Hinrichtung droht, gehört der 18-jährige Saleh Mohammadi. Er wurde Anfang Februar in der Stadt Ghom zum Tode verurteilt, weniger als drei Wochen nach seiner Festnahme im Januar 2026, und wird derzeit im Gefängnis von Ghom festgehalten.

Warnungen der Vereinten Nationen

Am 27. Februar 2026 Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte, forderte am 27. Februar im UN-Menschenrechtsrat einen sofortigen Stopp der Hinrichtungen im Iran. Er warnte, dass nach den jüngsten Protesten immer mehr Menschen von der Todesstrafe bedroht seien, darunter Berichten zufolge auch Minderjährige.

Anfang März 2026 warnte die UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte im Iran, Mai Sato, dass weiterhin keine transparenten Informationen über die Zahl der Inhaftierten, ihre Haftorte oder mögliche Todesurteile vorliegen. Diese Intransparenz verstärke die Sorge um das Leben vieler politischer Gefangener.

Dringender Appell an die internationale Gemeinschaft

Menschenrechtsaktivisten warnen, dass in der aktuellen Kriegssituation das Risiko von Massakern und Hinrichtungen in iranischen Gefängnissen weiter steigt. Sie fordern die internationale Gemeinschaft auf, unverzüglich wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Repressionswelle zu stoppen und das Leben politischer Gefangener zu schützen.

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