24April 2026
Ein weiterer aus Evin verlegter Gefangener ist der 40-jährige Mehdi Vafaei Sani. Er wurde im Juni 2022 festgenommen und wegen „Versammlung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“ sowie angeblicher Mitgliedschaft in der Organisation der Volksmojahedin zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Shiva Esmaeili, die Mutter von Mehdi Vafaei, ist selbst politische Gefangene im Frauentrakt des Evin-Gefängnisses. Sie wurde im Februar/März 2023 in Teheran festgenommen und zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Berichten zufolge wurden die sieben Gefangenen während der Verlegung mit Handschellen, Fußfesseln und verbundenen Augen transportiert. Vor dem Abtransport wurden ihre Köpfe rasiert. Zudem sollen sie mit Wasserschläuchen geschlagen und verletzt worden sein.
Gleichzeitig wurden drei weitere politische Gefangene – Abolfazl Rahbar, Omid Rahbar und Farshid Dowlatyari – vom Fashafouyeh-Gefängnis nach Ghezel Hesar verlegt. Ihnen wird ebenfalls eine angebliche Mitgliedschaft in der Organisation der Volksmojahedin vorgeworfen.
Diese zeitgleichen und gewaltsamen Verlegungen haben erhebliche Besorgnis über den Gesundheitszustand sowie die Haftbedingungen der Betroffenen im Ghezel-Hesar-Gefängnis ausgelöst.
Mindestens 14 weitere politische Gefangene befinden sich Berichten zufolge ebenfalls unter besorgniserregenden Bedingungen und sind von einer unmittelbar drohenden Vollstreckung der Todesstrafe bedroht.

Wir fordern den Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen sowie die internationale Untersuchungsmission auf, den Haftort dieser Gefangenen zu besuchen, ihren Zustand zu überprüfen und die Gründe für ihre Verlegung in dieses berüchtigte Gefängnis zu untersuchen.
Trotz verschärfter Repressionen und täglicher Hinrichtungen setzt sich die Unterdrückung im Iran fort. Wir fordern ein sofortiges Ende der Todesstrafe sowie die Rechenschaftspflicht der Verantwortlichen für die Massaker im Iran.
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